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Rizal
Foren Doppel-As



Dabei seit: Februar 2003
Herkunft: Grünberg /Hessen
Beiträge: 239

Rizal ist offline
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Hallo Wolfgang......

Das Legian Garden Restaurant liegt in der Jl. Melasti Ecke Jl. Camplung Mas! Quasi gegenüber vom Legian-Art market!

Hallo Klaus .....
aber ich denke 15.000Rp. sind immer noch o.K., oder?
Hast dort bestimmt wieder jeden morgen gefrühstückt ,oder nicht?
Jetzt ist Dein Urlaub schon wieder um , schade schade schade, aber es dauert ja nicht so lange und Du fährst wieder!(Glückspilz)


__________________
Liebe Grüße Tanja

01.05.2005, 21:37 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Rizal senden
Klaus.F
Routinier



Dabei seit: April 2003
Herkunft: Hessen aber net Ldk*g
Beiträge: 428

Klaus.F ist offline
  Legian GradenAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Hallo Tanja,

diese Erhoehnung hat natuerlich ein tiefes Loch in meine Urlaubskasse gerissen aber es war zu verkraften.Bin froh das es dieses noch gibt.Nebenan das
Lokal hat seit ungefaehr 3 Monaten geschlossen und auch das Legian Garden hat zu kaempfen..an manchen Tagen habe ich dort alleine gefruehstueck .....Mal sehen wie es in 6 Monaten dort aussieht.

Lg Klaus

02.05.2005, 05:39 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Klaus.F senden AIM Screenname: dolzianer2001
Wolfgang Kuestermann
Haudegen




Dabei seit: November 2001
Herkunft: BaWü
Beiträge: 515

Wolfgang Kuestermann ist offline
  der Mai ist gekommenAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

26.04.
Die Abschiedsabende häufen sich. Die letzten Winterflüchtlinge fliegen in den europäischen Frühling, der
langsam die 20°-Marke überschreitet. Bei den Normaltouristen geht es schneller, kaum hat man sie richtig
wahrgenommen, ist auch schon ihr letzter Abend da. Ausnahmen sind da nur alte Bekannte, die einem hier
auch immer wieder überraschend begegnen. Das man wenigstens einmal im Leben auf Bali gewesen sein
muß, gilt vielleicht doch nicht nur für Indonesier. So wechseln die Gesichter, nur die Balinesen bleiben die
selben, und deren Hautfarbe gleiche ich mich langsam an. Nyoman empfahl mir schon, langärmelige Hemden
zu tragen, ich sei ja schon ganz "schwarz". Das finde ich nun stark übertrieben und bei 35° verspüre ich
wenig Neigung, ihren Rat zu befolgen.
27.04.
Meine Unterkunft hat sich ziemlich geleert. Ganze zwei Gäste sind wir noch, trotzdem wird mehrmals täglich
das Laub aus den Beeten und vom Hof gefegt. Das Personal ist in der Überzahl. Da muß man öfter mal für
ein Schwätzchen herhalten. Meist drehen sich die um zu wenige Touristen und schlechte Geschäfte. Doch Made
erzählt auch schon mal eine Geschichte wie diese:
Die in kleineren Straßen angebrachten Schwellen, die ein zu schnelles Fahren verhindern, werden Polisi tidur -
schlafende Polizisten genannt. Auf den täglichen Wegen kennt man die. Doch in unbekanntem Gelände, und vor
allem nachts, können sie bösartige Fallen, vor allem für Motorbikes sein, denn nur selten sind sie deutlich
sichtbar gekennzeichnet. Ein junges Mädchen ist nun über einen solchen Polisi tidur gestürzt. Einige Tage später
fährt sie, leicht lädiert, nach Hause in ihr Dorf, wo sie ihrer Oma von ihrem Mißgeschick erzählt. Diese ist
noch nie Motorrad gefahren und kennt auch den Begriff Polisi tidur nicht. Entsetzt fragt sie, warum denn der
Polizist auf der Straße schlafe, und ob er auch verletzt worden sei.
28.04.
Die Strandhändler haben auch wenig zu tun und werden deshalb immer hartnäckiger. Mich lassen sie ja in
Ruhe, meine Körpersprache läßt wohl keine Hoffnung aufkommen. Wenn aber irgendjemand sich darauf
einläßt, Uhren oder Schnitzereien anzuschauen, wird er sofort von einer Traube Händler umringt, die von
Sarong bis Massage alles anbieten. Ich schaue amüsiert zu und habe doch mit beiden Seiten ein wenig
Mitleid.
Zum Abendessen sind wir in Mades Warung in Seminyak verabredet. Ein gut besuchtes Touristenlokal,
dass von einem guten Ruf lebt, dem aber kaum noch gerecht wird. Das Essen ist fade, die Bedienung
unfreundlich. Der Mond nimmt von oben ab, was den Europäern als ungewöhnlich auffällt. Aber niemand
kennt sich mit den Planeten gut genug aus, um das erklären zu können.
29.04.
Nachdem ich heute einen ausgedehnten Mittagsschlaf hatte, lasse ich mich zu einer Führung durch das
Nachtleben überreden. Wir beginnen mit der Jl. Dhyana Pura, fahren aber schon kurz nach Mitternacht
mit dem Taxi nach Kuta. Das M-Bar-Go hat eine gute Musikanlage und Aircondition. Trotzdem kommt
man in der Menge schnell ins Schwitzen. Das Paddys hat eine neue Bar und neue Lichtefekte. Hier tanzen
hautsächlich Australier, gern auch in kurzen Hosen und mit freiem Oberkörper. Am Eingang werden Taschen
kontrolliert. Auch hier stimmt der Sound, wenn auch die Musikauswahl Geschmacksache ist. Ganz anders
dagegen im gleich dahinter liegenden Bounty Ship. Der untere Dancefloor ist leer, oben hotten Aussikids
und Japanerinen mit Indonesiern zu stark übersteuertem Techno um die Wette. Eine absolut schräge
Scene. Und auch die im Zugang stattfindende Karaokeperformance kann nicht wirklich überzeugen. Kurz
nach drei wechseln wir ins Dejavu, wo es heute nicht ganz so ohrenbetäubend zugeht. Dass ich das
Hardrockcafe und einige andere Clubs unterschlagen habe, fällt nicht weiter auf. Zum Schluß gehen wir
sogar noch ins Double Six, wo ich seit dem Umbau im letzten Jahr auch noch nicht wieder war. Grundsäzliches
hat sich dadurch aber nicht verändert, sieht man von Aircon und verschließbaren Fenstern ab. Die Schwulen
stehen immer noch in der selben Ecke und die besten Plätze sind am Pool, wenn einem die Ohren zu
klingeln beginnen. Allerdings badet niemand wie früher, jedenfalls heute nicht.



Es wird hell, als wir uns
verabschieden. Ich laufe den Strand entlang und schüttele meine Ohren aus.
30.04.
Nach der langen Nacht fällt das Frühstück in den Nachmittag. Bei einem Blick in den Spiegel stelle ich fest,
dass der nächste Friseurbesuch fällig wäre. Das ständige Helm tragen stellt ganz eigene Anforderungen an
den Haarschnitt. Aber Samstagnachmittag ist sicher nicht die günstigste Zeit dafür. Statt dessen will ich mir
eine Naßrasur gönnen, weil man das unter der Dusche machen kann. Doch die Indonesischen Klingen, die
ich mir gekauft habe, erbringen kein befriedigendes Ergebnis. Jetzt verstehe ich den Bemofahrer, der neulich
immer wieder ein Barthaar zwischen zwei Münzen zerrieb. Er sah allerdings trotzdem nicht besonders gut
rasiert aus. Und ich würde mit dieser Methode wohl einen gerupften Vollbart bekommen. Also trockne ich
mich gut ab, setze mich eine Weile mit dem Gesicht vor den Fan, und probiere es dann mit dem Elektrorasierer
noch einmal, denn abends bekomme ich Besuch.
01.05.
Frühstück im Blue Ocean, es ist mal wieder Abschied angesagt, da ist der Seeblick wichtig. Ich nehme es
gelassen, solange es noch nicht mein eigener ist. Mittags müssen die Beiden zum Flughafen und ich gehe
hinunter zum Strand, miete eine Liege, die ich abwechselnd in die Sonne und wieder in den Schatten ziehe.
Der ungewohnte Alkoholkonsum der letzten beiden Tage läßt mich schläfrig werden, doch das wäre jetzt
gefährlich. Ich lasse mir eine Ananas Schälen und schaue dem Sonntagnachmittag zu, der ist wie Kino, nur
besser, weil live. Nach drei Stunden habe ich genug, ich muß aus der Sonne.
02.05.
Im Hotel ist eine Gruppe Japaner eingezogen, die machen jetzt morgens mit schrillen Stimmen den Hähnen
Konkurenz, ziehen dann aber bald mit Surfbrettern unter dem Arm zum Strand. Seit sie hier sind, gibt es mehr
Kaffeepulver, warscheinlich zahlen sie doppelt so viel, wie ich. Es ist ganz normal, dass die Preise steigen,
wenn Japaner in der Nähe sind.
Es wird Zeit, mich um meine Visaverlängerung zu kümmern, ich bin schon sechs Wochen hier. Ich rufe Chakra
an, denn der ist mein Sponsor. Er ist gerade auf dem Flughafen, auf dem Weg nach Aceh. Seine Schwester
soll sich darum kümmern. Ich bin gespannt, ob das klappt. Die gute Nachricht ist, dass mein Zimmer demnächst
bewohnbar sein soll.
03.05.
Ich habe meinen Paß aus der Safetybox geholt und fahre mal wieder quer durch Denpasar, um nach Ubud zu
kommen, wo ich ihn Koming geben soll. An den quirligen Verkehr habe ich mich längst gewöhnt, aber über manche
Aktionen schüttele ich noch immer den Kopf. Das Chaos produziert sich selbst. Mitten dazwischen die erhabenste
ATM Anlage, die mir bisher begegnet ist. Die Bank Mandiri hat einen Drive Thru Geldautomaten von der Größe
einer Tankstelle gebaut, mit Brunnen davor, Haustempel neben der Einfahrt, die Maschine selbst hinter einer
verzierten Sichtschutzmauer, Blumenbeete.



Normalerweise hat man am ATM nicht mehr Platz, als in einer
Telefonzelle.
Koming ist pünktlich zur Stelle, jetzt bin ich erst mal meinen Paß los. Aber bisher habe ich ihn ja
auch nicht gebraucht, nicht mal die Kopie, die ich immer bei mir trage.
04.05.
In einem Laden in Kuta gibt es eine Trommel Session. Erst bleibe ich stehen und schaue zu. Dann bin ich mitten
drin. Die zwei aus dem Laden können es wirklich, mit ihnen macht es Spaß, zu spielen. Die Touristen, die
anfangs mit dabei waren, bleiben als Zuschauer. Ich komme ins Schwitzen, aber das geht schnell, da der kleine
Laden nicht mal einen Fan hat. Wir hören erst auf, als es Zeit ist, den Laden zu schließen. Da steht eine ganze
Traube Leute davor und es werden dabei doch auch zwei Trommeln verkauft. Mir erzählen sie, wann und wo
sie am Strand spielen und ich verspreche, eine Flöte mitzubringen. Dort ist es sicher luftiger, denn allmählich
erhebt sich der stetige Wind, der in der Trockenzeit über die Insel bläst. Schon sieht man die ersten Drachen
in der Luft.


Hans (W.)


__________________
http://www.hawoky.de/reise.htm

Dieser Beitrag wurde von Wolfgang Kuestermann am 05.04.2007, 14:19 Uhr editiert.

05.05.2005, 17:41 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Wolfgang Kuestermann senden Homepage von Wolfgang Kuestermann
Juergen Volkmann
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Juergen Volkmann ist offline
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Gnade, Wolfgang

Aber in 14 Tagen mache ich mich selbst auf die Reise, zunächst Java (Surabaya) und ab dem 5. Juni sehen wir uns dann auf Bali

Stell schon mal den Kopi heiß, für mich aber bitte mit Zucker

Tschüß, Jürgen


__________________
www.baliku.de und .info

07.05.2005, 03:25 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Juergen Volkmann senden Homepage von Juergen Volkmann
Heikebali
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Beiträge: 2023

Heikebali ist offline
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Hallo Wolfgang !

Den "Bali-Blues" noch in den Knochen habend,
muß ich doch noch "meinen Senf" dazugeben ...

NICHTS gegen Deine unzähligen Ameisen, die sich bei
Dir "einen Weg bahnten",
doch ist 'ne halbvolle Badewanne mit TOTEN Kecoa(?)
noch zu toppen ???

Da ich die Kakerlaken doch LIEBER außerhalb meines
Schlafraums sah, habe ich den "geflochtenen Mülleimer"
draußen plaziert, i.e. vor der Tür zum Hinterausgang !

Resultat:
"Interessierte Katzen & Kater" veranstalteten einen
HÖLLISCHEN Lärm " after midnight v.d. Tür",
obwohl ich die Abfälle im Plastiksack FEST eingeschnürt hatte !
Wurde dann von den Katern (?) auch entsprechend
markiert ...

Trotz aller JAMMER-SMS erhielt ich "von meinen Lieben"
aus Deutschland NUR den lakonischen Kommentar:
" Tja, Heike, DAS sind halt die Tropen ! "

Bin KEIN Freund(in) von den "Chemie-Bomben", doch
BAYGON vernichtet nicht nur die mossis, sondern LÄHMT
seit dem neuesten Produkt auch die Kecoas !
Ist 'ne Kombi-Flasche für beide ...

ERFOLGREICH !!!!
Doch nach Anwendung sollte man dem Wohnraum mind.
5 Stunden später erst betreten ...
SEITDEM hatte ich vor diesem Getier meine Ruhe ...

Und, Wolfgang, es gibt auch kleine BEISSwütige Ameisen, die einen HEFTIGEN Juckreiz auslösen !!!!

Freue mich trotzdem TIERisch auf den nächsten Besuch
meiner 2. "Heimat" !

Lieben Gruß von Heike


__________________
" Die besten Entdeckungsreisen macht man, indem
man die Welt mit neuen Augen betrachtet. "
( Marcel Proust )

Dieser Beitrag wurde von Heikebali am 12.05.2005, 23:52 Uhr editiert.

12.05.2005, 23:49 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Heikebali senden
Wolfgang Kuestermann
Haudegen




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Wolfgang Kuestermann ist offline
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Oh, Heike,
da warst du wohl im Dschungelcamp?

Ich habe mich schon gewundert, dass ich in Legian in zwei Monaten nur drei Kakerlaken gesehen habe, aber wenn die alle bei dir waren...

Mit den Ameisen habe ich eine schlichte Vereinbarung: Ich lasse sie in Ruhe, und sie beissen mich nicht.
Im Zweifelsfall gibt es Ameisenkalk, dem irgend etwas beigemischt ist, was die, und auch die Kacoas, nicht moegen. Die damit gezogenen Striche werden nicht mehr ueberquert.

Hans (W.)


__________________
http://www.hawoky.de/reise.htm

16.05.2005, 14:27 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Wolfgang Kuestermann senden Homepage von Wolfgang Kuestermann
Heikebali
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Heikebali ist offline
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Hallo Wolfgang !

Ich war nicht im Dschungelcamp, aber in leider einer
etwas heruntergekommenen Anlage in Candi Dasa !

Als Entschädigung brauchte ich dann für die "laundry"
nichts mehr zu bezahlen und breakfast gab's auch
umsonst ...

Auf das kostenlose Frühstücksangebot habe ich dann
aber verzichtet, denn man konnte im WATERGARDEN,
PONDOK BAMBOO sowie PONDOK PANDAN
(letztere direkt am Meer sitzend ! ) PRIMA frühstücken !

Liebe Grüße von Heike


__________________
" Die besten Entdeckungsreisen macht man, indem
man die Welt mit neuen Augen betrachtet. "
( Marcel Proust )

16.05.2005, 14:46 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Heikebali senden
Wolfgang Kuestermann
Haudegen




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Beiträge: 515

Wolfgang Kuestermann ist offline
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05.05.
Nachts muß es geregnet haben, als ich aufwache, scheint zwar die Sonne, aber der Wind schüttelt ab und zu
Tropfen aus den Bäumen. Auch draußen stehen die Straßenschäden voller Wasser, aber bis mittags ist das
meiste wieder verdunstet. Ich esse Padang Food im Saleko und fahre dann eine neu gebaute Straße am
Rande von Denpasar entlang. Noch führt der hohe Damm meist durch Reisfelder, doch an den ersten Stellen
werden die schon bis auf Straßenniveau zugeschüttet und man sieht Schilder, auf denen Land zum Verkauf
angeboten wird. Bald wird dann auch die Grenze zwischen Denpasar und Kerobokan nicht mehr zu erkennen
sein. Die Stadt wächst und schluckt ihr Umland.
06.05.
Nach einem Blue Ocean Frühstück bin ich gleich am Strand geblieben. Dessen vorhanden sein muß ich ja
ausnutzen, denn bald wird der Weg dahin um einiges länger werden. Um die Farbe meines Bauches muß
ich mir allerdings schon lange keine Gedanken mehr machen. Trotzdem vertrödele ich den ganzen Tag mit
Baden und Sonnen, trinke junge Kokosnuß und esse frisch geschälte Ananas. Nach dem Sonnenuntergang
muß ich dann dringend unter die Dusche, um Salz und Sand von der Haut zu waschen.
Zum Abendessen bin ich mit einem Deutschen und seiner Freundin aus Jakarta verabredet. Sie können
sich kaum verstehen, da sie genauso wenig englisch, wie er indonesisch spricht. Ich dolmetsche und komme
deshalb kaum zum Essen. Keine Ahnung, wie die beiden das sonst machen, aber sie scheinen sich zu mögen.
07.05.
Samstag, ein guter Tag zum Einkaufen. Unterwegs in Denpasar stelle ich fest, dass ich eigentlich nichts
brauche. Ich erstehe wenigstens etwas frisch gemahlenen Kaffee, der schmeckt besser, als das, was ich morgens
neben der Thermoskanne mit heißem Wasser finde. Dann fahre ich weiter Richtung Sanur und die neue
Küstenstraße entlang. Als mir der Hintern vom Sitzen weh tut, biege ich rechts ab zu einem schwarzen,
menschenleeren Strand. Der einsame Warung am Ende der Straße freut sich über meinen Besuch. Dort
parke ich mein Motorbike und laufe am Strand entlang. Die Sonne steht hoch und der Sand ist kochend
heiß. Bald bin ich wieder zurück und trinke noch eimal kalten Tee, ehe ich weiter fahre. In Klungkung findet ein
größerer Markt statt, aber das Angebot ist eigentlich immer das Gleiche. Ich nehme die alte Strecke nach
Gianyar, wo jetzt weniger LKW als früher unterwegs sind. Dort werden grade die Essenstände für den
Nachtmarkt aufgebaut, was mich zu einer Imbisspause veranlasst. Danach fahre ich genau in den
Sonnenuntergang.
08.05.
Nachdem sich mein spätes Bier doch über die halbe Nacht hingezogen hat, habe ich auch entsprechend lange
geschlafen. Zum Frühstück ist es zu spät, als ich endlich geduscht und rasiert bin. Ich fahre nach Kuta und laufe
zwischen Jl. Legian und jl. Benesari solange herum, bis ich einen Warung finde, der mir zusagt. Meine Wahl
fällt auf einen mit niedrigen Tischen, an denen man auf dem nackten Boden sitzt. Natürlich ist er bei dem
Komfort leer, aber man gibt sich Mühe, mir ein Gemüsegericht zu kochen, obwohl die Karte das nicht so
recht vorsieht. Danach setze ich mich ins Internetcafe, um festzustellen, dass es auch in Deutschland nichts
wichtiges neues gibt. Zum Sunset bin ich wieder mal am Strand.
09.05.
Im Warung Bamboo gibt es den ersten Mangojuice der Saison, allerdings ein wenig verwässert, warscheinlich
sind die Früchte noch zu teuer, weil die balinesischen noch nicht reif sind. Den Tag verbringe ich damit, mir
Stoffe und Sarongs anzuschauen, aber es gibt wenig, was mir wirklich gefällt. Ich muß mir aber ein Geschenk
zum Geburtstag einfallen lassen, für jemanden, den ich kaum kenne. Schwierig, aber ich habe noch ein paar
Tage Zeit.
10.05.
Ich umrunde den Flughafen und fahre durch Bukit. Der Versuch, mir den Fortschritt des Garuda Wishnu
Kencana Monuments anzugucken scheitert an einer Eintrittsforderung von 15 000Rp. Das ist es mir nicht
wert. Bei der Weiterfahrt Richtung Uluwatu entdecke ich endlich die Zufahrt zum Dreamland Beach. Das
Gelände hatte sich der Suharto-Clan unter den Nagel gerissen und begonnen, mit breiten Straßen und
großen Kreiseln zu erschließen. Zur Bebauung kam es aber nicht mehr. So fährt man eine viertel Stunde
über eine leere Autobahn, um dann über Treppen zwischen den Felsen einige hellsandige Buchten zu erreichen.
Die größeren sind mit Warungs bebaut und mit Liegen bestückt. Bei Ebbe kann man an den Felsen entlang
zu Grotten laufen, die die Flut langsam aus den Felsen gespült hat. Dort kommt kaum mal jemand hin, denn
irgendwann versperrt eine ins Meer ragende Felsnase den Weg. Und auch im Wasser behindern Felsplatten
das Baden. Aber der Sand ist nicht so heiß, weil er regelmäßig überspült und kaum richtig trocken wird. Hier
lege ich mich in die Sonne und merke kaum, wie der Nachmittag vergeht. Als ich wieder aufbreche, steht
die Sonne schon tief.



Ich habe deutlichen Bedarf an Flüssigkeit, den ich an einem etwas höher in den Felsen
gelegenen Warung decke. Mit Blick über die Bucht, auf dem Meer sind jetzt eine ganze Reihe Fischerboote
unterwegs, teils mit Segeln, oft auch mit Motor. Doch man hört sie nicht, dazu sind sie zu weit draußen.
11.05.
Sonne hatte ich gestern zur Genüge, deshalb bleibe ich auf meiner schattigen Terasse und lese. Nur zum
Essen muß ich vor die Tür, aber auch da bewege ich mich nicht großartig. Abends kommt dann endlich
die Nachricht, dass ich am Samstag umziehen kann. Da findet auch die Geburstagsfeier statt, praktischerweise
auch in Ubud. Als Geschenk entschließe ich mich zu einem muschelverzierten Armband. Jetzt fehlt nur noch
eine passende Verpackung.
12.05.
Zum letzten mal habe ich den Mietvertrag für das Motorbike um zwei Tage verlängert. Ich dürfte es ja auch
behalten, wenn ich umziehe, aber ich will meinen Standardvermieter dort nicht enttäuschen. Ich fahre Richtung
Tanah Lot und stelle fest, dass ich, obwohl ich mich schon ganz gut orientieren kann, noch längst nicht alle
Straßen kenne. Auch der Unterschied zwischen einer Hindu- und einer Moslemsiedlung fällt mir inzwischen
sofort auf. Die Bauweise ist anders und es fehlen bei den Moslems die Hausaltäre. Die Reisfelder kann ich
aber keiner Religion zuordnen. Fast zwangsläufig lande ich wieder irgendwo am Meer. Diesmal an einer
Steilküste. Auf dem Rückweg kommen mir die Touristenbusse auf dem Weg zum Sonnenuntergang in
Tanah Lot entgegen.
13.05.
Mein letzter Tag in Legian, ich mache eine Runde bei Freunden, um mich zu verabschieden. Ich bin zwar noch
nicht aus der Welt, aber ich werde nicht mehr täglich zu sehen sein. Man hat sich ja doch schon aneinander
gewöhnt. Mit einigen verabrede ich mich zum Abendessen beim Inder, aber für die Indonesier ist das nichts,
da gibt es kein Nasi goreng. Mir aber schmeckt es und da wir auf der Jl. Dhiana Pura sind, geht es gleich ins
Nachtleben über. Das muß ich ja auch noch mal ausnutzen. In Ubud werden in der Regel um zehn Uhr die
Bürgersteige hochgeklappt.
14.05.
Den ganzen Vormittag habe ich gebraucht, um meine Sachen zusammen zu packen, obwohl ich doch nur
mit einer Tasche hier angekommen bin. Als ich mein Motorbike zurück bringe, werde ich auch schon gefragt,
ob ich abreise und womöglich einen Transport benötige. Ich frage nach dem Preis. 100 000 Rp, das sind
beim derzeitigen Kurs ca. 8 Euro für die 50 km lange Strecke. Billiger wäre ein Taxi wohl auch nicht. Ich
stimme zu und sage, dass ich um zwei Uhr fahren will. Als mein Gepäck fertig ist, zahle ich meine Rechnung
und will noch essen gehen. Der Fahrer sitzt schon in Wartestellung und würde am liebsten gleich losfahren.
Doch er muß bis zur vereinbarten Zeit warten. Während der Fahrt fragt er mich, ob ich schon mal bezahlen
könne, er müße tanken. Die letzte Woche habe er keinen Kunden gehabt, erklärt er.
In Pengosekan ist die Pembantu noch mit putzen beschäftigt. Sie ist wohl besonders gründlich. Auch bei mir
wird noch einmal gewischt, nachdem ich mir die Möbel zurechtgerückt habe. Ich packe wieder aus und richte
mich ein. Beim Duschen stelle ich fest, dass auch das Wasser ein paar Grad kälter ist, als an der Küste.
Dann ist es auch schon Zeit für die Party. Auf dem Weg zum Sukma, wo die stattfindet, besorge ich mir noch
ein Motorbike, damit ich den Weg zurück nicht auch zu Fuß machen muß. Mein bevorzugtes Modell gibt es
leider nicht. Ich bekomme eine Automatik ohne Fußbremse, was mich zunächst irritiert. Auch die Geräuschentwicklung
ist ungewohnt, das Teil hört sich an wie eine Nähmaschine im Schnellgang.
Das Sukma liegt dem Jazzcafe gegenüber und hat mit Korbmöbeln Wohnzimmeratmosphäre. Die Runde
ist klein und hauptsächlich weiblich. Als gegenüber die Band zu spielen beginnt, wechseln wir nach dort. Das
unterbindet zwar jede Unterhaltung, aber die ziemlich bluesige Musik ist auch nicht schlecht.
15.05.
Obwohl ich, von den Hähnen geweckt, zum Sonnenaufgang aufgestanden bin, verschlafe ich den halben Tag.
Ob es am Klima liegt? Mein Laptop erweist sich als das reinste Schlafmittel, nach fünf Minuten fallen mir die
Augen zu. Da ist es ganz praktisch, dass das Bett gleich daneben steht. Als ich duschen will, gibt es kein
Wasser. Das heißt zwar nur, dass der Turm leer ist, aber ich weiß nicht, wo man die Pumpe einschaltet.
Und es ist niemand da, der mir helfen könnte.

Hans (W.)


__________________
http://www.hawoky.de/reise.htm

Dieser Beitrag wurde von Wolfgang Kuestermann am 05.04.2007, 03:02 Uhr editiert.

19.05.2005, 14:44 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Wolfgang Kuestermann senden Homepage von Wolfgang Kuestermann
Wolfgang Kuestermann
Haudegen




Dabei seit: November 2001
Herkunft: BaWü
Beiträge: 515

Wolfgang Kuestermann ist offline
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16.05.
Jemand sagt, es sei Pfingstmontag. Ich habe keinen Kalender, auf dem ich das nachprüfen könnte, also
glaube ich es einfach. Wir fahren trotzdem zum Einkaufen. Zuerst schlendern wir über den Markt von
Gianyar, schauen nach Gardinen und Haushaltswaren. Gardinen gibt es sogar als Fertigware. Mir gefallen
sie nicht, aber ich brauche auch keine. Bei den Haushaltswaren werden wir nicht so recht fündig, alles ist
doch sehr auf indonesische Bedürftnisse zugeschnitten. Wir versuchen es im Kaufhaus Hardys, zwei Ecken
weiter. Dort gibt es alles, was man nicht braucht. Ich begnüge mich mit einer Ablage fürs Bad und einem
Gummiabzieher, denn erfahrungsgemäß stehen nach dem Duschen immer Pfützen auf dem Boden. Es
gibt zwar Wasserwaagen, zum Fliesenlegen werden sie aber offensichtlich nicht benutzt. Und Duschwannen
sind nicht üblich. Der Bedarf der anderen ist größer. Danach schauen wir uns in Mas Möbelläden an. Ich
mache mich bei den Kaufwilligen, wie bei den Verkäufern unbeliebt, weil ich überall Fehler finde und die
überhöhten Preise nicht akzeptieren will. Doch als der dritte Laden gute Qualität bietet und zudem noch
billiger ist, als die anderen, bin ich rehabilitiert. Selbst kaufe ich nichts, ein eigener Tisch und ein eigener
Stuhl sind mehr als genug. Zuhause stelle ich fest, dass ich noch einen Aschenbecher hätte gebrauchen
können.
17.05.
Ich versuche, mich an das neue Motorbike zu gewöhnen. In Penestanan finde ich eine Straße nach Norden,
die ich noch nicht kenne. An einem Tempel vorbei geht es in die Reisfelder. Die meisten Läden sind
Galerien oder Malerateliers. Auch auf die Architektur hat sich die Kreativität teilweise ausgewirkt.



Ein Schild
weist darauf hin, dass es hier zum Elefantenpark geht. An den Steigungen ist die Automatik ja ganz praktisch,
weil man nicht herunterschalten muß, obwohl ich das ganz automatisch versuche. Um mich an das Fahrgeräusch
zu gewöhnen, werde ich wohl länger brauchen. Nach einigen Hügeln bin ich wieder in bekanntem Gelände.
In Tegalalang komme ich wieder auf die Hauptstraße, die von Ubud nach Kintamani führt. Hier steht an jedem
Laden "Made to Order" - das muß der reichste Mann auf Bali sein. (Made ist der wohl häufigste balinesische
Name)
18.05.
Der Rythmus hier ist ein ganz anderer, als an der Küste. Vor Sonnenaufgang werde ich von den Hähnen
geweckt. Tagsüber hört man Kinder und Hunde. Nachmittags übt noch immer der Flötenspieler das gleiche
Stück wie im letzten Jahr. Oft hört man von fern Gamelanmusik. Da gerade ein Tempelfest stattfindet,
hört man nach Einbruch der Dunkelheit den Prister seine Litanei herunterbeten. Zwischen den vielen festlich
gekleideten Menschen, käme ich mir in kurzen Hosen komisch vor, was am Strand nun garnicht der Fall
war. Nach dem Geräusch des Baksoverkäufers, der mit dem Löffel gegen eine Porzellanschale schlägt,
wenn er mit seinem Kaki lima um die Ecke kommt, könnte man warscheinlich die Uhr stellen.
19.05.
Ich fahre nach Celuk, zu meinem Silberschmied. Von hier aus sind das nur ein paar Kilometer. Unterwegs
begegne ich einem Huhn, das über die Straße will, sich aber angesichts meines Motorbikes nicht so recht
entscheiden kann. Vorsichtshalber bremse ich ab, was das Huhn aber nur irritiert. Es flattert hoch und landet
genau auf meinem Schoß. Doch ehe ich mir überlegen kann, was ich mit diesem blinden Passagier
anfangen soll, ist es auch schon wieder abgestiegen. Als ich kurz nach Sonnenuntergang zurück fahre,
habe ich schon wieder mit Tieren zu kämpfen. Diesmal handelt es sich aber nur um die Insekten, die um
diese Tageszeit immer sehr aktiv sind. Es scheinen aber heute besonders viele unterwegs zu sein.
Zu Hause wasche ich mir erst mal die Augen aus. Dabei fällt mir ein, dass man einen freunlichen Motorradfahrer
an den Fliegen zwischen den Zähnen erkennt.
20.05.
Das Zentrum von Ubud entwickelt sich immer weiter in Richtung overstyled. Wer sich dem europäischen
Preisniveau nicht entwöhnen möchte, hat genügend Möglichkeiten, sein Geld los zu werden. Neu ist z. B.
das Greenhouse auf der Monkey Forest Road, ein riesiger Kasten im Bauhausstil, der so garnicht in die
Umgebung passt. Auch japanische Architektur ist auf dem Vormarsch. Glasscheiben und Airconditon.
Die Läden haben nur noch selten offene Fronten, die typische Baliware wird durch Designerklamotten
ersetzt. Doch auch wenn es schwieriger wird, findet man dazwischen noch traditionelle Restaurants, wie
das Muwa Garden, unter einem Alang - Alang - Dach, mit typischer Küche und zivilen Preisen. Viel los ist
nirgendwo, aber das mag an der low Saison liegen.
21.05.
Samstag, ich sollte meine Wäsche aus der Wäscherei holen. Das ist nicht die Frau von nebenan, sondern
ein richtiger Betrieb mit zehn Waschmaschinen und Trockner. Gebügelt wird auch noch und immer ist alles
richtig sauber und duftet frisch. Da habe ich auch schon anderes erlebt, deshalb nehme ich auch den Weg
bis zur Jl. Jembawan in Kauf. Dort ist auch das Postoffice, wo ich gleich die wenigen Leute ohne E-Mail
mit einer Postkarte erfreuen kann. Ich esse in Dewas Warung in der Jl. Gotama, wo sich seit fünf Jahren
nicht einmal die Preise geändert haben. Das man mich noch kennt ist selbstverständlich, obwohl ich
längst nicht mehr so oft komme, wie früher. Da kannte ich Putri Minang noch nicht, wo ich jetzt regelmäßig
esse. Eigentlich ist Ausgehtag. Selbst in Ubud gibt es Samstags so etwas wie Nachtleben, auch wenn
um eins schon alles vorbei ist. Doch ich bin müde, habe keine Lust und gehe lieber früh schlafen.
22.05.
Nachts ruft ein alter Gecko, der unter dem Nachbardach wohnt, mit krächzender Stimme. Wenn er sieben
mal ruft, soll das angeblich Glück bringen, deshalb zähle ich oft mit. Aber ich weiß selten, ob ich mit dem
ersten Ruf angefangen habe. Ob es auch zählt, wenn er öfter ruft? Dann ist die Sieben ja enthalten.
Glück ist sowieso reine Interpretationssache, deshalb beschließe ich, dass ich schon deshalb Glück
habe, weil ich hier sein kann, also ruf sooft, wie du willst, Gecko.
23.05.
Kurz nach Sonnenaufgang kocht der Nachbar immer das Futter für seine Schweine. Dabei damft dann
sein ganzes Haus aus allen Ritzen. Es sieht immer aus, als würde es brennen, aber es riecht nicht so.
Ein Eichhörnchen kommt neuerdings bis auf meine Terasse, wenn ich auftauche verschwindet es schnell
in den Avocadobaum, der gleich davor steht. Eigentlich müßte es ja eher Palmhörnchen heißen, denn
Eichen sind auf Bali doch recht selten. Vögel und Grillen zirpen um die Wette, der Himmel ist strahlend
blau. Das Tempelfest muß ein ganz besonderes sein, denn es dauert nun schon über eine Woche. Chakra,
den ich danach fragen könnte, ist noch für die idep-foundation in Banda Aceh.

Hans (W)


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heeee hans(w)
ich habe immer geglaubt der reichste balinese heisst
"made in bali".
man lernt nie aus.
der gecko muss nach meiner erfahrung nur ungerade rufen,dann bringt es glueck.
danke fuer deine tagebuecher,ich bekomme jedesmal gaensehaut.
liebe gruesse michael


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25.05.2005, 14:12 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an pingerlo senden
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24.05.
Die aufgehende Sonne taucht den Dunst am Himmel in ein zartes rot. Dann verpasst sie einer kleinen Wolke
einen Heiligenschein, doch die reagiert darauf, indem sie sich auflöst. Jetzt scheint die Sonne, wie gewoht,
durch die Bananenstauden des Nachbarn auf die Terasse. Die ist nach Süden ausgerichtet und liegt
tagsüber im Schatten, denn auf der Südhalbkugel steht die Sonne mittags im Norden. Irgend ein Vogel
hat den gleichen zittrigen Ton, wie die Flöte des Wasserkessels. Schon öfter habe ich nachgeschaut,
ob ich vergessen habe, das Gas abzudrehen, was aber nie der Fall war. Als Ausgleich mischen sich in das
Vogelgezwitscher auch Handyklingeltöne, bis hinaus auf die Reisfelder.
25.05.
Im Schweinekoben des Nachbarn quiekt es, dem Anschein nach hat es in der Nacht frische Ferkel gegeben.
So genau kann ich das von meinem Standpunkt aus nicht sehen, aber sogar die Hühner sitzen auf der
Mauer und schauen intressiert zu. Auf dem Markt in Ubud wollte ich Bananen kaufen, doch der Preis sollte
höher sein, als im Supermarkt, auch der Versuch zu handeln brachte kein befriedigendes Ergebnis. Ubud ist eben
Touristengebiet. Aber für ein paar Bananen nach Gianyar fahren? Da begnüge ich mich lieber mit einem
Fruchtsalat in Dewas Warung. Das erspart mir die Frage, wohin mit dem Abfall. Denn immer noch brennen
abends am Straßenrand die Müllfeuer, in denen die Reste des Tages verbrannt werden. Angeblich gibt es
zwar inzwischen auch eine Müllverbrennungsanlage, mit dem Transport dort hin scheint es aber noch nicht so
recht zu klappen. Oder sind es bloß die alten Gewohnheiten, die im Plastikzeitalter zum Himmel stinken?
26.05.
Der Vollmond ging in Ubud ohne große Partyankündigungen vorüber. Hier ist er dafür Anlass zu religiösen
Zeremonien. Die Straße ist auf einmal mit gelben Schirmen geschmückt und die Opferschälchen nehmen
jeden Tag neue, besondere Formen an. Ich komme nicht darum herum, auch mal mit in den Tempel
zu gehen, so oft werde ich dazu eingeladen. Doch ich finde es inzwischen ungefähr so spannend, wie die
Frohnleichnamsprozession in Altötting. Indonesier schütteln nur ungläubig den Kopf, wenn ich auf die Frage
nach meiner Religion sage, ich habe keine. Für balinesische Hindus ist sie mindestens das halbe Leben.
Frauen flechten stundenlang aus Palmblättern Operschälchen, ein paar Minuten nach deren Gebrauch, werden
sie achtlos zertreten oder weg gefegt. Zu solch selbstloser Hingabe sehe ich mich nicht in der Lage.
27.05.
Früh morgens schon hört man die hölzernen Schläge des Kul Kul durchs Dorf klingen. Vom Greis bis zu
den Kindern ist alles festlich gekleidet und strömt in Richtung Tempel. Etwas irritierend ist, dass heute zwei
konkurrierende Gamelanorchester zu hören sind, was sich dadurch erklärt, dass nun in zwei Tempeln
gefeiert wird. Die Dorfstraße wird vom Banjar unter Mithilfe eines Polizisten gesperrt, weil sie in Teile der
Zeremonien einbezogen wird. Auch ich werde wieder zur Teilnahme eingeladen, schütze aber Geschäfte
vor und flüchte nach Sanur. Zur Abwechslung mal wieder ein wenig Strandleben, wenn auch das Wasser
zum Baden nicht reicht. Die Boote, die anfangs noch im flachen Wasser schwammen, liegen bald auf dem
Grund. Nachdem ich eine Weile in der Sonne gelegen habe, laufe ich die renovierte Promenade entlang,
vorbei an großen Hotels mit Poollandschaften, in denen die Angestellten jedes heruntergefallene Blatt
einzeln bekämpfen. Es wird oft deutsch gesprochen. Ich staune, wie weiß die Menschen doch sein können.
Nur ein paar Meter weiter gibt es dann Shops und Warungs in grob gezimmerten Bretterhütten, davor liegen
traditionelle Fischerboote, die aber viel zu bunt bemalt sind, um wirklich Fischern zu gehören. Die Anbieter
von Tauch- und Wassersport müssen auf höheren Wasserstand warten. Massageangebote gibt es alle
zehn Meter, die hören erst auf, als ich den Localbeach erreicht habe, mit dunkelem Sand und einem Tempel,
an dem die Asche der Toten ins Meer gestreut wird. Ein Teppich aus Blütenblättern führt von dem Schrein,
der von gelben Schirmen umstellt ist, bis in die Brandung.
28.05.
Morgens ist es bewölkt. Ein wenig Regen würde ja nicht schaden, denn es ist schon lange trocken. Der
Boden ist ausgedörrt und der Wind treibt Staubfahnen vor sich her. Das finden nur die Hühner gut, die sich
Kuhlen scharren, um ein Staubbad zu nehmen. Doch die Sonne ist stärker, sie löst die Wolken einfach
wieder auf. Deshalb wird nachmittags alles mit dem Schlauch naß gemacht, Blumen und Bäume profitieren
davon. Mein frisch gewaschenes Motorbike steht im Weg und bekommt deshalb auch gleich noch einmal
eine Dusche. Das trocknet schnell wieder, aber natürlich fleckig. Was soll's? Es wird eh bald wieder staubig
sein. Abends will ich ausgehen, doch nirgends ist etwas los. Ich lande im Exil, wo sich die Ubudexpatszene
trifft. Die scheinen auch anderweitig beschäftigt zu sein. Die Band spielt schlechten Raggae, ich überlege
kurz, noch nach Kuta zu fahren, aber das ist ein weiter Weg und ich müßte ja auch noch wieder zurück. Also
setze ich mich weit hinten in den Garten und trinke noch ein Bintang. Trotzdem bin ich für einen Samstagabend
recht früh im Bett.
29.05.
Ich kurve irgendwo auf kleinsten Straßen in den Bergen herum. Soweit ich es beurteilen kann, in Richtung Batur,
doch ich komme ganz woanders auf die Straße nach Singaraja. Wie ich das gemacht habe, kann ich auch
später, anhand der Karte, nicht nachvollziehen. Es muß Wege geben, die dort nicht verzeichnet sind. So
abseits der ausgetretenen Pfade, winken auch die Kinder noch und rufen Hallo. An einem Warung überlege
ich, ob ich hinunter in den Norden, oder lieber wieder zurück fahren soll. Da mein Gesäß von der keineswegs
glatten Strecke stark strapaziert ist, entscheide ich mich, auf den größeren Straßen zurück zu fahren. In
Kintamani bekomme ich den Batur dann doch noch zu Gesicht. Er rumpelt auch mal und stößt ein kleines
Aschewölkchen aus um seinem Status als Vulkan gerecht zu werden. Der Gunung Agung hat seinen Gipfel
in Wolken gehüllt. Noch vor den Aussichtsterassen von Penelokan biege ich wieder in Richtung Ubud ab.
Ein paar hundert Meter unterhalb gibt es eine Querverbindung, auf der ich auf die Straße nach Tampaksiring
gelange. Die ist breit und gut geteert. Am Tempel von Tirta Empul steht der Parkplatz voller Touristenbusse.
Kein guter Zeitpunkt für einen Besuch. Am Gunung Kawi ist es ruhiger, aber die Erinnerung an einen Muskelkater,
von den ewig langen Treppen mit unterschiedlich hohen Stufen, hält mich von einer Wiederholung ab.
30.05.
Mal wieder nach Gianyar, mehr zum schauen, als tatsächlich zum Einkaufen. Auch hier muß man die meisten
Preise noch verhandeln, man beginnt aber schon auf einem deutlich normaleren Niveau, als in Ubud. Dafür
fehlt das touristische Angebot fast vollständig. Auch die entsprechenden Unterkünfte gibt es nicht, während
man in Ubud kaum ein Haus findet, in dem keine Zimmer vermietet werden. Schuld daran ist wohl nur
Walter Spieß, der dort mit seinen Freunden eine Malschule gründete, auf die sich die vielen Galerien immer
noch berufen. Hätte er das 10 km weiter gemacht, wäre Ubud immer noch ein verschlafenes Nest mit
weitgehend ungeteerten Straßen. Doch jetzt hält es sich für den Nabel der Welt, mindestens. Ich werde es
in dem Glauben lassen.
31.05.
Ich habe mich entschlossen, mir eine neue Matratze zu kaufen, da das durchgelegene Ding in meinem Bett
diesen Namen kaum noch verdient. Den ausgehandelten Preis ist mir mein Rücken wert, jetzt geht es um
den Transport, denn das Teil sieht auch zusammen gerollt noch ziemlich unhandlich aus. Außer meinem
Motorbike steht so auf die Schnelle nichts zur Verfügung und der Verkäufer meint, das sei kein Problem.
Die Beiden sehen ungefähr gleich groß aus! Trotz meiner Zweifel bindet er mir die Matraze quer auf den
Sozius, damit ist das Bike breiter, als ein Pkw.



Ich fahre langsam, aber es geht tatsächlich. Der Weg
ist auch nicht all zu weit. Zuhause stelle ich fest, dass von den ungefragt versprochenen 2m Länge
15 cm fehlen. Es muß sich um typisch balinesische Meter handeln. Zurück bringen will ich sie deswegen
nicht und der Verkäufer beruhigt mich später: "Die wächst sicher noch." Immerhin rückt er noch ein
Sitzkissen als Zugabe heraus.
32.05......äähh...01.06.
Ich fahre, und laufe, durch Bone. Da werden Bambusmöbel hergestellt und überall stehen lange Bambusstangen
in jeder Stärke an die Bäume gelehnt. Es gibt zwar viele Läden, das Angebot ist aber eher mager. Alle
machen die gleichen Sachen. Stühle, Sessel, Betten und Regale, die alle sehr raumgreifende Ausmaße
haben. Bei einer Wohnfläche unter 300m² sollte man sich vielleicht doch für etwas aneres entscheiden. Aber
gucken kostet ja nichts. Als ich die Straße verlasse und durch die engen Dorfgassen laufe, stelle ich fest,
dass wirklich in jedem Haus Bambus verarbeitet wird. Es gibt genug Gelegenheit, bei der Arbeit zuzuschauen.
An einem Warung trinke ich eine Tehbotol und bin sofort von Kindern umringt. Sie sind überhaupt nicht
schüchtern, doch als ich sie nach ihren Namen frage, antworten nur die mutigsten. Ich kaufe ein paar Bonbons
für sie, die unter großem Gekicher angenommen werden. Das die englische Sprache bis in die hintersten
Winkel vordringt, beweist ein etwa 6 jähriges Mädchen: "Thank you, Mister," sagt sie artig und deutet einen
Knicks an.
02.06.
Als ich nach der Morgendusche in den Spiegel schaue, stelle ich fest, dass ich mir ruhig mal wieder die Haare
schneiden lassen könnte. Dazu fahre ich ins Ramayana nach Denpasar. Danach schaue ich mir das Angebot
an Bekleidung an, aber eigentlich habe ich mehr als genug und da ich nichts finde, was ich unbedingt haben
möchte, verlasse ich das Kaufhaus ohne Tüten. Es ist schon Nachmittag und da ich den halben Weg schon
hinter mir habe, fahre ich nach Legian, um den Sonnenuntergang zu genießen. Der findet in Ubud zwar auch
statt, ist dort aber weit weniger spektakulär. Am Strand wird getrommelt, aber es sind nicht die Jungen, die
ich aus Kuta kenne. Im Blue Ocean treffe ich dann die üblichen Bekannten, an deren Tagesrythmus sich
nie etwas zu ändern scheint. Da ich keinen Drang verspüre, mir die Nacht um die Ohren zu schlagen, mache
ich mich gegen 10 Uhr auf den Rückweg. In Batubulan ziehe ich mir eine lange Hose und eine Jacke an, denn
je höher man kommt, um so kühler wird der nächtliche Fahrtwind.
03.06.
Das Tempelfest dauert nun schon drei Wochen, einen solchen Marathon an Zeremonien habe ich bisher noch
nicht erlebt. Ich weiß zwar, dass es sich um einen besonderen Tempel mit einer heiligen Quelle handelt, in
den letzten Jahren lag der aber immer recht verlassen da und nur der Wächter der Quelle, die außerhalb des
Tempels liegt, bat mich einmal, an diesem Ort einen Sarong anzuziehen. Jetzt auf einmal kommen die Leute
von weit her, um hier zu beten.
Das Eichhörnchen sitzt im Avocadobaum. Da scheint es sich sicher zu fühlen, denn es flüchtet nicht, sondern
schaut mich an. Ich lege ihm eine Erdnuß an den Rand der Terasse, doch die liegt abends immer noch da.

Hans (W.)


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Dieser Beitrag wurde von Wolfgang Kuestermann am 05.04.2007, 15:13 Uhr editiert.

05.06.2005, 10:05 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Wolfgang Kuestermann senden Homepage von Wolfgang Kuestermann
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04.06.
Gestern,als ich wegen einer kaputten Lampe da wr, habe ich meinem Motorbikevermieter mal wieder erzählt,
das mir die Automatik nicht gefällt. Aber eine Honda Karisma, die ich gerne hätte, weil sie nicht nur flott ist,
sondern auch noch ein Helmfach besitzt, gehört nicht zu seinem Fuhrpark. Deshalb machte er mir den
Vorschlag, ein paar Millionen im Voraus zu zahlen, damit er eine kaufen könne. Ich habe nicht direkt nein
gesagt, aber das ganze erst mal auf nächste Woche verschoben. Doch heute rief er mich an und berichtete
freudig, er habe jetzt eine Karisma für mich, ob ich vorbeikommen und tauschen wolle. Natürlich will ich!
Sie ist fast neu, 4030 km zeigt der Tacho, eine günstige Gelegenheit, erzählt er und für die Anzahlung habe er
das Sparschwein seines dreijährigen Sohnes geschlachtet. Da kann ich schlecht noch kneifen, aber dafür
zahle ich dann die nächsten zwei Jahre nichts. Jetzt gibt es wieder eine Fußbremse und schalten darf ich auch
wieder selbst. Das Helmfach wird in den seltensten Fällen für den Helm gebraucht, denn es erspart mir, ständig
mit einem lästigen Rucksack herumzulaufen.
05.06.
Beim Abendessen bei Dewa habe ich zwei Berlinerinen getroffen, die mit einem pantomimischen Theater
um die Welt reisen und auf Bali eine Woche Urlaub machen. Natürlich waren sie neugierig auf die balinesischen
Tänze und fragten, was sich anzuschauen lohne. Ich empfahl ihnen, statt der reichlich angebotenen Vorführungen
für Touristen, lieber das Tempelfest in Pengosekan zu besuchen, bei dem sicherlich auch getanzt würde. Man
muß sich dort allerdings überraschen lassen, weil nirgends ein Programm aushängt. Mit dem Hinweis auf
die Vorschrift traditioneller Kleidung und dem Rat, sich dabei vom Hotelpersonal helfen zu lassen, sind sie
wohl auch zurecht gekommen, denn nun sind sie ganz begeistert und werden einen großen Teil ihrer Zeit
im Tempel verbringen. Ob da meine anderen Tipps, z.B. wie man mit einem Bemo nach Gianyar kommt,
überhaupt noch zum Tragen kommen? Dewas Warung macht doch immer wieder Spaß, weil die dort verkehrende
Backpackerscene recht komunikationsfreudig ist.
06.06.
Das neue Motorbike will ja ausprobiert werden, deshalb bin ich den ganzen Tag, eher ziellos unterwegs gewesen.
Dabei habe ich dann wenigstens die eingefahrenen Wege, auf denen ich jedes Schlagloch kenne, wieder
einmal verlassen. Es gibt doch immer wieder Neues zu entdecken. Selbst vom Nachbardorf, Lothundu, durch
welches ich oft genug fahre, kenne ich nur die Hauptstraße, obwohl es auch hier Nebenwege und Reisfelder gibt,
die sich nur durch die dichte Bebauung dort, den Blicken entziehen. Ein riesiger, mitten auf der Straße abgeladener
Sandhaufen behindert den Verkehr so stark, dass eine Umleitung benutzt wird. Davon gibt es grade viele,
entweder ist die Zeit zum Bauen besonders günstig, oder der Baustofflieferant hat einen größeren Posten Sand
bekommen und liefert jetzt alle Bestellungen aus. Abends klingt Bambusmusik durchs Dorf. Im Tempel gibt es
heute Jegog, das sind so riesige Bambusinstrumente, dass die Musiker auf einer Bank oben drauf sitzen.
Der Sound ist entsprechend tief und weittragend. Es ist die selbe Art Gamelanmusik, klingt aber viel weicher
als die normalen Metallinstrumente.
07.06.
Die zweite Visa-Verlängerung steht an, ich schicke Koming eine SMS und sie kommt promt. Diesmal, meint sie,
braucht sie Passfotos. Warum auch immer, das letzte mal ging es ohne. Ich habe keine und fahre in den
nächsten Fotoladen, wo ich nach einer halben Stunde ein Dutzend Fotos in verschiedenen Formaten in
der Hand halte. Das kostet nicht mal 2 €. Koming sucht sich zwei aus und sagt, sie komme am nächsten Morgen
noch einmal, wegen einer Unterschrift, denn das nötige Formular hat sie nicht dabei. Na gut, eigentlich hätte
sie dann jetzt auch nicht auf die Fotos warten brauchen.Vor dem Fenster fliegt eifrig ein winzig kleiner Vogel
hin und her um Material für den Nestbau zu sammeln. Dazu pfückt er sich sogar frische Blätter aus den Bäumen.
An einem vergleichsweise riesigen Strohalm jedoch, scheitert er, er läßt ihn mitten im Flug fallen.
08.06.
Heute bin ich endlich zum Schwimmen in Padangbai gewesen. Bias Tugal ist eine Bucht, die man nur zu Fuß
erreichen kann, indem man über einen Hügel klettert. Das Wasser stand grade so hoch, dass es kaum Strand
gab, als ich ankam. Ich trank an einem der Warungs einen Kaffee und ließ meine Sachen dort liegen, um zu
schwimmen. Auch hier hat sich seit dem letzten Jahr einiges verändert. Dabei handelt es sich aber hauptsächlich
um Befestigungen gegen die Flut und neue Dächer. Die ungefähr 20 anwesenden Touris lohnten wohl auch für
Strandhändler nicht, denn es waren keine da. Das Wasser ist angenehm warm und hinter der Brandung kann
man sich bewegunslos auf das Salzwasser legen und treiben lassen. Von dem Lavafelsen an der Seite wird
geangelt. Draußen wartet eine Fähre aus Lombok auf die Einfahrt in den Hafen. Die Flut zog sich langsam
wieder zurück und ich konnte meinen Sarong auf dem noch feuchten Sand ausbreiten, um mich in die Sonne
zu legen. Eine stetige Brise vom Meer sorgt dafür, dass es nicht zu warm wird. Schon gegen 4 Uhr sind die
Schatten, durch die die Bucht umgebenden Hügel, so lang, dass ich meinen Besuch beende. Auf diese
Weise ist es noch hell, als ich wieder nach Ubud komme.
09.05.
Heute führte mich mein Weg durch Kelusa, nördlich von Ubud. Dort standen immer die größten Banyanbäume,
die ich kenne. Das sind hier immer uralte Bäume, die die Tempel beschatten. Aus der Krone lassen sie wieder
Wurzeln herab, die mit der Zeit die Dicke eines mittelprächtigen Stammes bekommen. Dadurch bekommen
sie ein recht uriges Aussehen, denn ein alter Baum stützt sich schon mal auf 50 dieser Wurzeln, die auch
miteinander vewachsen sind. Das hat ihnen wohl auch den Job als Tempelwächter eingebracht. In deutschen
Blumentöpfen wächst diese Pflanze als Ficus Benjamin auch, nur wird sie da selten 40 m hoch. In Kelusa gab
es drei und einer davon ist umgefallen. Mit der Wurzel hat er die Tempelmauer aus der Erde gehoben, mit der
Krone ein Haus am anderen Ende des Plazes beschädigt und wohl auch die Straße gesperrt. Denn da liegen
an beiden Seiten abgesägte Äste an den Gräben. Das zusammengewachsene Stammgebilde ist auch im
Liegen noch 5 m hoch. Von der recht neuen Umfassungsmauer liegt der größte Teil in Bruchstücken darunter.
Mitten drin steht, ganz unbeschädigt, die Donation-Box, die Besuchern eine Gelegenheit gab, sich an der
Erhaltung des Tempels zu beteiligen. Doch zugänglich ist sie nur noch für Kletterkünstler.
10.06.
Mein Pass ist wieder da, ordnungsgemäß abgestempelt und mit einem angehefteten Blatt Papier versehen.
Den bringe ich nun wieder in die Safetybox bei der Megabank in Legian. Das gibt mir auch die Gelegenheit
zu einem Strandbesuch, denn Ubud hat allenfalls Swimming Pools zu bieten, die oft so gründlich behandelt
werden, dass das Wasser darin diesen Namen nicht mehr verdient. Ich bleibe bis zum Sonnenuntergang,
denn es hat schon seinen Reiz, ab und zu ein wenig Deutsch zu sprechen, auch wenn es inhaltlich nicht viel
hergibt. Zum Abendessen gehen wir in den Warung Bamboo, wo man oben sitzt und über die Dächer schaut.
Die Jl. Pura Bagus Taruna hat den Namen gewechselt und heißt jezt Jl. Werkudara. Die Ladenbesitzer sind
pragmatisch und schreiben gleich beide Namen hin. Bei den Touristen heißt sie manchmal auch noch
Rumjungle Road, obwohl das auch schon lange woanders ist. Im Internetcafe vertreibe ich mir den Rest des
Abends, um auch noch etwas vom Nachtleben mitzubekommen, doch das finde ich heute fade. In Kuta
hat es wohl Ärger in den neueren Clubs gegeben, deswegen steht ein riesiges gepanzertes Polizeifahrzeug
am Bombendenkmal. Doch es ist ruhig und hat nur zur Folge, dass keine Bettler da sind. Im Paddys ist
wieder eine Ecke fertig geworden, die vorher hinter Pappwänden versteckt, ausgebaut wurde. Am Eingang
wird streng kontrolliert. Ich mache mich bald auf den Rückweg. In Lothundu ist die Straße naß, es muß
geregnet haben. Ab und zu hüpft ein Frosch über den Asphalt. Auf dem letzen Kilometer werde ich dann
tatsächlich noch ein wenig naß.
11.06.
Nachdem ich so spät nach Hause gekommen bin, schlafe ich lange, dusche ausgiebig und frühstücke erst
gegen Mittag.Heute schwirren Libellen durch den Garten, ich weiß nicht, ob es am Regen liegt oder ob es
in der Nähe ein frisch geflutetes Reisfeld gibt. Bisher habe ich jedenfalls kaum mal eine gesehen. Kleine
Nachbarjungen versuchen, sich mit Leimruten welche zu fangen, aber ihnen fehlt die nötige Geduld. Schließlich
ärgern sie mit ihren Stangen lieber die Hühner, bis ihr Vater, der um die Hausecke an seinem Motorbike
bastelt, einschreitet. Am späten Nachmittag fahre ich nach Gianyar, da ist der Nachtmarkt mit seinen
Essenständen schon aufgebaut, es ist aber noch nicht viel los. Ich wandere dazwischen umher, probiere hier
und trinke da etwas, bis ich satt bin. Darüber geht die Sonne unter. Jetzt könnte ich für den Rückweg eine
Jacke gebrauchen, aber daran habe ich nicht gedacht.
12.06.
Als ich aufwache, ist es hell, aber die Sonne scheint nicht. Ich schaue auf die Uhr. Halb acht, eigentlich müßte
sie jetzt in mein Fenster scheinen. Draußen ist es gleichmäßig grau und es dauert auch nicht lange, bis der
erste Regen fällt. Das dauert nie lange, wiederholt sich aber in kurzen Abständen. Erst am Nachmittag
bekommt der Himmel blaue Flecken. Ob das jetzt der sogenannte "kleine Mangoregen" ist? Letztes Jahr
hat es um diese Zeit mal drei Tage durchgeregnet, was ich selbst in der Regenzeit so noch nicht erlebt hatte.
Aber Wetter wiederholt sich nicht einfach, das ist immer ein bischen anders. Vorsichtshalber packe ich ein
Regencape ein, als ich zum Essen fahre, aber ich brauche es nicht. Trotzdem fahre ich noch am Supermarkt
vorbei und decke mich mit Obst und Keksen ein, man kann ja nie wissen.


Hans (W.)


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13.06.2005, 10:38 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Wolfgang Kuestermann senden Homepage von Wolfgang Kuestermann
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13.06.
Die Baeume haben sofort mit frischen Blaettern auf den wenigen Regen reagiert,ueberall gibt es hellgruene Spitzen.
Nur ein Frangipanibaum hat kein einziges Blatt, dafuer aber zwei Blueten, was auch etwas seltsam aussieht.
Darunter schnueffelt der Spitz herum, den ich Kettenhund getauft habe. Er darf zwar, zumindest morgens, frei
herumlaufen, schleift aber immer eine drei Meter lange Kette hinter sich her. Manchmal bleibt trockenes Laub
darin haengen, dann klaefft er das ihn verfolgende Bueschel an, dass sich aber immer ruhig verhaelt, wenn er sich
umdreht.
14.06.
Das Tempelfest ist tatsaechlich zu Ende. Die Pappskulpturen an den Ortseingaengen werden abgebaut, die
"upacara agama"-Schilder sind verschwunden. Beim Festplatz daurt es etwas laenger, die extra errichteten
Bambusbauten bleiben stehen, bis sich eine andere Verwendung findet. Die Warungs, die hier fuer die Bewirtung
gesorgt haben, sind weiter gezogen. Wenn auch nur ein paar Kilometer, im uebernaechsten Dorf ruestet man sich
fuer ein anderes Tempelfest. Das heisst aber nicht, dass es jetzt abends keinen Gamelan mehr gibt. Nur ist es
jetzt das oertliche Orchester, das uebt. Doch damit ist es lange vor Mitternacht fertig.
15.06.
Ich brauche Geld und da meine Bank in Legian ist, schwinge ich mich aufs Motorbike und fahre nach Sueden.
In Denpasar mache ich eine Pause und lasse mir im Ramayana die Haare schneiden. Fuer etwas mehr als
einen Euro kann man sich den Spass schliesslich oefter erlauben. Ich habe wieder den gleichen, stockschwulen
Friseur und er fragt mich auch wieder nach meiner Telefonnummer. Doch in diesem Fall behaupte ich einfach,
keins zu besitzen. Warscheinlich glaubt er mir das nicht, aber das ist mir gleich. Die Runde durch die Bekleidung
bleibt wieder ergebnislos. Im Foodcourt trinke ich einen Kaffee, weil man da rauchen darf, dann fahre ich
weiter. Bei der Megabank reisst man die Tuer fuer mich auf und ich werde freundlich begruesst. Dabei bin ich sicher
kein besonders guter Kunde, nur schon lange bekannt. Da die Bank nur bis drei Uhr geoeffnet ist, waere noch
reichlich Zeit bis zum Sonnenuntergang, aber es ist ein wenig bewoelkt und ich habe keine Lust, mich an den
Strand zu legen. Deshalb fahre ich ueber Tabanan und Mengwi zurueck Richtung Ubud. Das ist zur Abwechslung
mal nicht meine uebliche Strecke.
16.06.
Zusammen mit zwei Japanerinnen und einem Deutschen bin ich mal wieder in Goa Gaja gewesen. Die
meisten Touristen schauen sich dort nur die Eremitenhoehle und die umliegenden Gaerten an. Es fuehrt jedoch
ein Pfad an einer Schlucht entlang , auf dem es viele kleine Anlagen zu entdecken gibt. Mal ist es ein Brunnen,
dessen Wasser angeblich verjuengt, ein kleiner buddhistischer Tempel, der von einer alten Frau gepflegt wird,
natuerlich entstandene Hoehlen und Bambusbruecken. Er endet an einem Nebenausgang in einem kleinen Dorf.
Da wir aber Fahrzeuge auf dem Parkplatz stehen hatten und mit geliehenen Sarongs bekleidet waren, gingen
wir den gleichen Weg auch zurïueck. Wieder in der belebteren Welt angekommen, setzten wir uns auf eine
Treppe und liessen uns junge Kokosnuesse oeffnen, deren leicht saeuerliche Milch ein erfrischendes Getraenk
ist. Nach deren Genuss wird die Frucht ganz geoeffnet, damit man das weiche Fruchtfleisch herausloeffeln kann.
Zum Abendessen waren wir dann in einem japanischen Restaurant. Die Sitzgelegenheiten dort waren recht
gewoehnungsbeduerftig, aber das Essen hat gut geschmeckt.
17.06.
Die Hunde von Lothundu haben heute ihren Strassentag, sie liegen auf der Fahrbahn und machen nur sehr
unwillig fuer die vorbeikommenden Fahrzeuge Platz. Da heisst es, konzentriert und langsam fahren, dreibeinige
Hunde gibt es zur Genuege, die muss man nicht vermehren. Aber auch die menschlichen Verkehrsteilnehmer
scheinen nicht ihren besten Tag zu haben. Dass auch in Kurven ueberholt wird, bin ich ja gewoehnt, wenn aber
ein Motorbike versucht, ein Auto, dass in der Kurve ein Motorbike ueberholt, in dritter Spur auch noch zu
ueberholen, bleibt mir der Mund offen stehen. Es hat zwar nicht funktioniert, aber es ist auch nichts passiert,
das kann eigentlich nur am Karma der Beteiligten liegen. Damit kann man hier vieles erklaeren.
18.06.
Am spaeten Nachmittag sieht man ueber Ubud die Reiher nach Norden fliegen. Sie sind auf dem Weg zu ihren
Nistplaetzen in Petulu. Dort bevoelkern sie nachts die Baeume der Dorfstrasse. Touristen, die vorbeikommen, um
sich dieses Schauspiel anzusehen, werden um eine Spende gebeten. Wie die allerdings den Voegeln zugute
kommt, bleibt ein Geheimnis der Balinesen. Zur Strassenreinigung wird das Geld wohl auch nicht verwendet,
denn die ist uebersaet mit weissen Klecksen. Die Tiere scheren sich nicht um den Rummel und sie sind allemal
einen Ausflug zum Sonnenuntergang wert, denn man hat sonst selten Gelegenheit, sie so aus der Naehe zu
beobachten. Tagsueber ist es eine ganz normale Strasse, bei der nur die merkwuerdigen weissen Flecken
auffallen. Die Reiher haben sich dann ueber die Reisfelder verteilt, um Froesche zu fangen.
19,06.
Ich spiele wieder Touristguide fuer die Japanerinnen und wir sind nach Tirta Empul gefahren, obwohl ich
den Sonntag nicht fuer den besten Tag dafuer halte. Aber da wir frueh dran sind, ist es noch nicht so voll. Die
Anlage ist schon beeindruckend, wenngleich die Tempel immer nach dem gleichen Muster gebaut sind.
Die Besonderheit liegt mal wieder in einer Quelle, die gefasst ist und der man ein Badebecken angegliedert
hat. Hier fliesst das Wasser aus einer Reihe von Wasserspeiern, dem jeweils eine besondere Bedeutung
zugeordnet ist. Die Balinesen gehen voll bekleidet durch das Becken und suchen sich den passenden
aus, um davor zu beten und sich mit dem Wasser zu besprengen. Oft bringen sie auch Gefaesse mit, um sich
fuer die heimischen Zeremonien etwas davon abzufuellen. Als es gegen Mittag voller wird, machen wir uns schon
auf den Rueckweg. Da bleibt dann auch Zeit genug, an weniger frequentierten Tempeln anzuhalten und deren
mystische Stille zu geniessen. Dabei stoert es auch nicht, dass der Tempelbereich in der Regel verschlossen
ist.






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Dieser Beitrag wurde von Wolfgang Kuestermann am 27.06.2005, 11:29 Uhr editiert.

21.06.2005, 14:45 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Wolfgang Kuestermann senden Homepage von Wolfgang Kuestermann
kembang
Kaiser



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kembang ist offline
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Hallo,
was ist das für ein Buchstabensalat ?? Kann das jemand bitte ändern ??

Viele Grüße,
-- Kembang --


__________________
Lächeln bringt meist mehr als 1000 Worte.

25.06.2005, 09:30 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an kembang senden
Wolfgang Kuestermann
Haudegen




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Wolfgang Kuestermann ist offline
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Hallo Kembang,
es handelte sich bei dem Buchstabensalat um die deutschen Sonderzeichen, die, wie man sah, gar nicht so selten Verwendung finden. Bisher hatte ich mit deren Uebertragung per Internetcafe auch keine Probleme. Aber die Entstellung sah doch lustig aus. Zugegeben, die Lesbarkeit war erheblich eingeschraenkt. Deshalb habe ich mir die Muehe gemacht, hoffentlich alles zu korrigieren. Also viel Spass beim lesen.

Wolfgang


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http://www.hawoky.de/reise.htm

27.06.2005, 11:35 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Wolfgang Kuestermann senden Homepage von Wolfgang Kuestermann
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