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eva+rainer
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eva+rainer ist offline
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Hallo zusammen,

dieser Beitrag ist eine Ergänzung zum Thema "Regenwald".

Wir sind gestern von einer 3-wöchigen Indonesienreise zurückgekehrt. Unter anderem waren wir, zum zweiten Mal nach 2002 drei Tage in Bukit Lawang. Eigentlich wollten wir diesen Ort so in Erinnerung behalten, wie wir ihn damals verlassen haben. Die Freundschaft und der Kontakt zu unserem damaligen Guide hat uns jedoch dazu bewogen zurückzukehren.
Die Folgen der katastrophalen Flut aus dem Jahr 2003 sind immer noch unübersehbar. Den Menschen dort ist bewusst, dass diese Katastrophe durch Abholzung des Regenwaldes im Gunung Leuser NP ausgelöst wurde.

Als wir am 17. August in B.L. ankamen, sahen wir, dass derzeit massive Bauarbeiten zur Regulierung des Flusses im Gange sind, Ein Wehr wurde gebaut, ein Damm aus Kies und Geröll errichtet.

Am späten Nachmittag des 19. August gab es ein starkes Gewitter, es regnete 3 Stunden wie aus Kübeln.
Der Fluss stieg innerhalb kurzer Zeit um etwa 2 Meter an. Dies zeigt, dass der noch verbliebene Regenwald in diesem Gebiet nicht ausreicht, um entsprechende Wassermengen aufzunehmen.
Die Folgen waren am nächsten Morgen zu sehen:
Der Damm wurde komplett weggespült, das Wehr stark beschädigt. Diesmal wurde nur die Arbeit von mehreren Wochen oder Monaten zu nichte gemacht.
Was jedoch passiert beim nächsten Mal?
Das Rindu Alam Hotel wurde an gleicher Stelle wieder aufgebaut, wo es 2003 weggespült wurde........

Aber das scheint die Verantwortlichen in Medan oder Jakarta nicht wirklich zu interessieren......uns jedoch hat dieses Ereignis sehr nachdenklich gestimmt.

Rainer, Eva und Ramona

22.08.2007, 15:06 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an eva+rainer senden
gerindo
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gerindo ist offline
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Hallo Eva und Rainer,

mich würde interessieren ob es die Orang Utang Aufzuchtstation in BL noch gibt.

Freunde von mir waren im vergangenen Monat in Jambi und Umgebung und berrichteten ebenfalls von gewaltiger Zerstörung des Regenwaldes.

LG

Heiko

23.08.2007, 11:15 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an gerindo senden
eva+rainer
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Hallo Heiko,

in Bukit Lawang wird der bestehende Orang Utan Bestand und deren Nachwuchs von den Rangern betreut. Eine Auswilderung von Tieren, die aus Gefangenschaft befreit wurden wird dort nicht mehr gemacht.
Es leben derzeit ca. 40 Tiere in unmittelbarer Nähe von B.L. Die Fütterungsplattform kann mit einem Guide zwei mal täglich besucht werden.

Siehe auch:
http://www.zgf.de/projekte/projectsdetails/orangutan.html

Gruß
Rainer

23.08.2007, 11:59 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an eva+rainer senden
gerindo
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gerindo ist offline
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Hallo Rainer,

danke für die schnelle Antwort / Info und den link. Ich werde versuchen in den nächsten Jahren auch nochmal wieder dort hin zu kommen.

LG

Heiko

23.08.2007, 13:18 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an gerindo senden
Rastlos
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Zitat:
Original von eva+rainer
Es leben derzeit ca. 40 Tiere in unmittelbarer Nähe von B.L. Die Fütterungsplattform kann mit einem Guide zwei mal täglich besucht werden.

Ich würde zu dem Besuch der Fütterungsplattformen abraten, so kann man die Tiere auch im Zoo sehen. Die Tiere werden wegen der Tagestouristen absichtlich an den Menschen gewöhnt gehalten und lernen nie wirklich ein Leben in Freiheit
Wer schon die Anreise nach B.L. auf sich nimmt, der sollte sich auch die Zeit nehmen, um 1-2 (oder noch mehr) Tage mit einem Guide durch den Regenwald zu laufen. Dabei begegnet man auch den ausgewilderten Orang-Utans und dem in Freiheit geborenen Nachwuchs in natürlicher Umgebung. Ein absolut unvergessliches Erlebnis!!

Für nähere Infos: Highlight: Gunung Leuser-Nationalpark

29.08.2007, 14:18 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Rastlos senden
gerindo
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gerindo ist offline
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@ Rastlos

volle Zustimmung. Und mit dem "Raftingboot" (drei LKW Reifen) zurück. Unvergesslich ...

29.08.2007, 15:29 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an gerindo senden
eva+rainer
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Zitat:
Original von Rastlos
Ich würde zu dem Besuch der Fütterungsplattformen abraten, so kann man die Tiere auch im Zoo sehen. Die Tiere werden wegen der Tagestouristen absichtlich an den Menschen gewöhnt gehalten und lernen nie wirklich ein Leben in Freiheit
Wer schon die Anreise nach B.L. auf sich nimmt, der sollte sich auch die Zeit nehmen, um 1-2 (oder noch mehr) Tage mit einem Guide durch den Regenwald zu laufen. Dabei begegnet man auch den ausgewilderten Orang-Utans und dem in Freiheit geborenen Nachwuchs in natürlicher Umgebung. Ein absolut unvergessliches Erlebnis!!



@ Rastlos

Wir haben sowohl vor 5 Jahren wie auch jetzt wieder den Besuch der Fütterungsplattform mit einem ca. halbtägigen Dschungelmarsch mit unserem Guide verbunden. Auch an der Fütterungsplattform kann man die Tiere in Ihrer natürlichen Umgebung sehen und gar nichts erinnert an die "Gefangenschaft" im Zoo. Die Aussage, dass so die Tiere nie ein Leben in Freiheit lernen kann ich nicht bestätigen. Wir haben z.B. bei unserem diesjährigen 1/2 Tagesmarsch eine Orang Utan Dame wiedergesehen, die vor 5 Jahren als 2-jährige regelmäßig an der Plattform gefüttert wurde. Laut unserem Guide lässt sie sich heute nur noch äußerst selten an der Plattform blicken und lebt weitgehenst unabhängig in freier Wildbahn.
Dies ist kein Einzelfall sondern eher die Regel!!
Selbst wenn man, wie wir nur ein paar Stunden unterwegs ist, kann man mit etwas Glück Tiere sehen, die in freier Wildbahn geboren sind. Ein mehrtägiger Dschungeltreck mag sehr reizvoll sein, ist aber sicherlich nicht für jedermann ratsam. Kondition, Trittsicherheit usw. müssen da schon überdurchschnittlich sein.
Bukit Lawang (und die Orang Utan Station) sind, vor allem nach der Katastrophe von 2003, auch auf Touris angewiesen, die nur eine Nacht in B.L. verbringen und deshalb "nur" die Plattform, in Kombination mit einem kurzen Dschungektreck besuchen können.

29.08.2007, 15:47 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an eva+rainer senden
Rastlos
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Zitat:
Original von gerindo
volle Zustimmung. Und mit dem "Raftingboot" (drei LKW Reifen) zurück. Unvergesslich ...

Das war wirklich eine absolute Super-Gaudi und ein krönender Abschluss einer Dschungel-Tour
Für so ein Rafting-Abenteuer müsste man auf Bali eine Menge Geld auf den Tisch legen

29.08.2007, 17:20 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Rastlos senden
Rastlos
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Zitat:
Original von eva+rainer
Auch an der Fütterungsplattform kann man die Tiere in Ihrer natürlichen Umgebung sehen und gar nichts erinnert an die "Gefangenschaft" im Zoo. Die Aussage, dass so die Tiere nie ein Leben in Freiheit lernen kann ich nicht bestätigen. Wir haben z.B. bei unserem diesjährigen 1/2 Tagesmarsch eine Orang Utan Dame wiedergesehen, die vor 5 Jahren als 2-jährige regelmäßig an der Plattform gefüttert wurde. Laut unserem Guide lässt sie sich heute nur noch äußerst selten an der Plattform blicken und lebt weitgehenst unabhängig in freier Wildbahn.
Dies ist kein Einzelfall sondern eher die Regel!!

OK, es gibt natürich keine Zäune, aber die Tiere werden trotzdem in einer Abhängigkeit bzw. einem angelernten Fütterungsverhalten gehalten. Und das ist für mich persönlich wie im Zoo.
Die Geschichte mit der Orang-Utan-Dame würde ich ja gerne glauben, aber was glaubst Du denn, warum sich das Tier - trotz riesigem Regenwald drumrum - immer noch in der Nähe aufhält. Zwei Stunden Fussmarsch ist nunmal in unmittelbarer Nähe. Und was bedeutet denn wohl die Aussage weitestgehend vom Guide
Sorry, aber da machst Du Dir glaube ich selber etwas vor, denn die Regel ist leider die Touristen bei Laune zu halten - denn nur die bringen dem Ort die nötigen Einnahmen.

Zitat:
Original von eva+rainer
Bukit Lawang (und die Orang Utan Station) sind, vor allem nach der Katastrophe von 2003, auch auf Touris angewiesen, die nur eine Nacht in B.L. verbringen und deshalb "nur" die Plattform, in Kombination mit einem kurzen Dschungektreck besuchen können.

Die Aufzuchtstation erhält seinen finanziellen Anteil auch von den Leuten, die mehr als nur ein paar Stunden im Dschungel unterwegs sind.
Ich kann im Moment aber auch nicht ganz Deiner Logik bzgl. einer Übernachtung im Ort und dadurch nur die Möglichkeit für die Fütterungsplattform folgen Ich habe auch nur eine Nacht in B.L. geschlafen und die andere im Dschungel. Wer möchte kann aber auch mehrere Tage in B.L. bleiben. Das ist doch wohl eher eine Frage nach der für dieses Abenteuer eingeplanten Zeit, oder?!
Zudem gibt es aber auch etliche Tagestouristen, die früh morgens aus Medan angekarrt werden, kurz durch den Dschungel zur Fütterungsplattform laufen und Abends wieder zurückverfrachtet werden. Um die Touris bei Laune zu halten, muss natürlich auf jeden Fall auch ein Orang-Utan gesichtet werden und das geht nunmal nur, wenn diese an die Fütterungsplätze gewöhnt bleiben. Von solchen Aktionen hat aber weder das Dorf etwas noch die einheimischen Guides!!

29.08.2007, 17:37 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Rastlos senden
Flüsterer
König




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Flüsterer ist offline
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Wir waren zwei Mal jeweils insgesamt fünf Tage in Bukit Lawang und haben die Zeit dort sehr genossen. Ist allerdings schon ein paar Jahre her. Aber schon damals durfte man auf gar keinen Fall am Wochenende fahren. Lauter Ausflügler von Medan und es ging zu wie auf einem Rummelplatz. In der Woche war es dagegen paradiesisch ruhig. Ich weiß nicht, ob sich die Praxis in den letzten Jahren geändert hat. Aber damals (1995 und 2001) bemühte man sich, die Orang Utan auszuwildern. Wir haben uns 1995 lange mit einem Zoologen aus Ausstralien unterhalten, der für ein halbes Jahr dort arbeitete. Er erklärte uns allerdings, dass diese Auswilderung keineswegs bei allen Tieren gelänge. Manche wären derart an Menschen und regelmäßige Fütterungen gewöhnt, dass sie nie mehr davon loskämen. Auf jeden Fall wäre ein Leben dort aber immer noch besser, als in Gefangenschaft eines reichen Indonesiers, der sich einen "Waldmenschen" als Statussymbol hält.

Gruß
Matthias


__________________
Eine Nacht im Grandhotel ist Luxus fuer den Koerper. Eine Nacht unterm Sternenzelt ist Luxus fuer die Seele.

Dieser Beitrag wurde von Flüsterer am 29.08.2007, 18:00 Uhr editiert.

29.08.2007, 17:58 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Flüsterer senden
eva+rainer
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Hallo Rastlos,

ob du mir die Geschichte mit der Orang Utan Dame glaubst oder nicht interessiert mich nicht wirklich. Ich jedenfalls glaube, was mir unser Guide (den wir seit Jahren kennen und mit dem uns eine enge Freundschaft verbindet) erzählt. Neben der besagten Dame haben wir übrigens auf unserem 3- stündigen "Kurztripp" auch ein ausgewachsenes Männchen und zwei weibliche wilde Tiere beobachten können, die den Rangern nicht bekannt waren. Wenn jemand, der es sich zutraut mit einem Guide eine mehrtägige Dschungeltour machen will und kann, finde ich das o.k. Mich stört, dass du es so darstellst, als ob sich eine Reise nach B.L. nur rentiert, wenn mann eine mehrtägige Dschungeltour mit dem krönenden Abschluss eines River-Raftings absolviert hat. Das aber ist, aus bereits erwähnten Gründen den meisten Besuchern nicht möglich.
Wir haben die vier Tage im August 2007 Orang Utans gesehen, denen es gut ging (und das sieht man ihnen wirklich an, wenn man sich damit beschäftigt) und Menschen, die nach dem Trauma vor 3 1/2 Jahren nun wieder einen Funken Hoffnung schöpfen.
Zum Tourismus allgemein:
Die Anfahrt aus Medan dauert derzeit aufgrund der katastrophalen Straßenverhältnisse 4-5 Stunden! Jeder Besucher, der zu den Orang Utans will, muss deshalb mindestens 1 Nacht in B.L. bleiben.
Die Tagestouris sind überwiegend Indonesier aus Medan, die in erster Linie zum Picknick und zum Rafting am Wochenende nach B.L. kommen, nicht wegen der Affen.

Gruß
Rainer

29.08.2007, 20:33 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an eva+rainer senden
Rastlos
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Zitat:
Original von Flüsterer
Auf jeden Fall wäre ein Leben dort aber immer noch besser, als in Gefangenschaft eines reichen Indonesiers, der sich einen "Waldmenschen" als Statussymbol hält.

Damit gebe ich Dir natürlich 100%ig recht!!

Zitat:
Original von Flüsterer
Ich weiß nicht, ob sich die Praxis in den letzten Jahren geändert hat. Aber damals (1995 und 2001) bemühte man sich, die Orang Utan auszuwildern.

Das Problem ist, dass vor der Flutkatastrophe 2003 wesentlich mehr Touristen nach Bukit Lawang gekommen sind (es gab damals knapp 26 Hotels direkt am Fluss - heute ca. 5). Natürlich versucht man die Tiere auch weiterhin auszuwildern, nur will man den Tourismus wieder auf die Sprünge helfen und dazu ist es in den Augen der Verantwortlichen unbedingt nötig, dass jeder Tourist eine beinahe 100%ige Orang-Utan-Garantie hat (=> Fütterungsplattform).

Zitat:
Original von eva+rainer
ob du mir die Geschichte mit der Orang Utan Dame glaubst oder nicht interessiert mich nicht wirklich.

Neben der besagten Dame haben wir übrigens auf unserem 3- stündigen "Kurztripp" auch ein ausgewachsenes Männchen und zwei weibliche wilde Tiere beobachten können, die den Rangern nicht bekannt waren.

Es geht auch nicht darum, dass ich DIR nicht glaube, sondern ich glaube halt die Geschichte des Guides nicht.
Genauso erstaunt bin ich, wenn Du mir sagst, dass einem guten Guide mehrer ausgewachsene Tiere unbekannt sind. Denn selbst wenn die Tiere in Freiheit geboren wurden, kennen die einheimischen Guides die Tiere normalerweise trotzdem

Zitat:
Original von eva+rainer
Wenn jemand, der es sich zutraut mit einem Guide eine mehrtägige Dschungeltour machen will und kann, finde ich das o.k. Mich stört, dass du es so darstellst, als ob sich eine Reise nach B.L. nur rentiert, wenn mann eine mehrtägige Dschungeltour mit dem krönenden Abschluss eines River-Raftings absolviert hat. Das aber ist, aus bereits erwähnten Gründen den meisten Besuchern nicht möglich.

Da hast Du mich scheinbar falsch verstanden. Ich habe nur gesagt, dass für mich die Orang-Utans an den Fütterungsplattformen kein natürliches Verhalten an den Tag legen und dies für mich einem Zoo gleichkommt. Des Weiteren habe ich erklärt, warum die Tiere auch weiterhin an diese Fütterungszeiten gewöhnt gehalten werden.

Es ist mit Sicherheit auch ein tolles Erlebnis, wenn man die Orang-Utans an den Plattformen sieht, jedoch finde ich es nicht OK, wenn man dann behauptet, dass sei ein natürliches Verhalten von in Freiheit lebenden Tieren

Zitat:
Original von eva+rainer
Wir haben die vier Tage im August 2007 Orang Utans gesehen, denen es gut ging (und das sieht man ihnen wirklich an, wenn man sich damit beschäftigt) und Menschen, die nach dem Trauma vor 3 1/2 Jahren nun wieder einen Funken Hoffnung schöpfen.

Auch da gebe ich Dir gerne Recht - den Tieren geht es gut!! Nichts desto trotz wird - gerade wegen dem Hoffnungsfunken - ein nicht natürliches Verhalten der Orang-Utans weiter in Kauf genommen, um die Touristen zufrieden zu stellen.


Schau, ich will hier keinen Streit vom Zaun brechen, aber ich habe nun einmal eine andere Meinung über die momentanen Hintergründe bzgl. der Fütterungsplattformen. Letztendlich muss aber jeder Tourist für sich entscheiden, wieviel Zeit er für ein einmaliges Erlebnis investieren will und wie er die Tiere erleben möchte

30.08.2007, 09:06 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Rastlos senden
Flüsterer
König




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Flüsterer ist offline
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Hallo Ihr "Streithähne"!
Das ist doch eigentlich eine ziemlich akademische Debatte hier, oder? Wer auf Sumatra ist , sollte sich das Erlebnis auf jeden Fall nicht entgehen lassen.

Nur noch zwei Anmerkungen:

Zitat:
Original von eva + rainer: Die Anfahrt aus Medan dauert derzeit aufgrund der katastrophalen Straßenverhältnisse 4-5 Stunden!

Das war 1995 nicht anders.

Zitat:
Original von Rastlos:
Das Problem ist, dass vor der Flutkatastrophe 2003 wesentlich mehr Touristen nach Bukit Lawang gekommen sind (es gab damals knapp 26 Hotels direkt am Fluss - heute ca. 5). Natürlich versucht man die Tiere auch weiterhin auszuwildern, nur will man den Tourismus wieder auf die Sprünge helfen und dazu ist es in den Augen der Verantwortlichen unbedingt nötig, dass jeder Tourist eine beinahe 100%ige Orang-Utan-Garantie hat (=> Fütterungsplattform).

Die Fütterungsplattform gab es 1995 auch schon. Auch damals gab es viele Tiere, die täglich dorthin kamen.

Gruß Matthias


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30.08.2007, 11:04 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Flüsterer senden
Rastlos
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Zitat:
Original von Flüsterer
Das war 1995 nicht anders.

2005 brauchte man ebenfalls 4 Stunden (inkl. der 45minütigen Fahrt vom Flughafen zur Busstation in Medan).

Zitat:
Original von Flüsterer
Die Fütterungsplattform gab es 1995 auch schon. Auch damals gab es viele Tiere, die täglich dorthin kamen.

Ist natürlich schon klar, dass es die Plattformen auch schon vorher gab
Aber lies mal, was Eva+Rainer geschrieben haben.
Zitat:
in Bukit Lawang wird der bestehende Orang Utan Bestand und deren Nachwuchs von den Rangern betreut. Eine Auswilderung von Tieren, die aus Gefangenschaft befreit wurden wird dort nicht mehr gemacht.

Vorher dienten die Plattformen bei der Auswilderung der Tiere aus Gefangenschaft zur leichteren Gewöhnung an die "Freiheit". Es wurde dabei allerdings versucht, die Tiere möglichst schnell davon "abzugewöhnen".
Heute hingegen liegt die Absicht etwas anders


Wir drehen uns hier aber glaube ich nur noch im Kreis

30.08.2007, 13:07 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Rastlos senden
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