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Renate
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Dabei seit: April 2002
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Beiträge: 12

Renate ist offline
  Impfschutz für IndonesienAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Hallo Allerseits,

ich habe mich heute in der Apotheke meines Vertrauens nach dem richtigen Impfschutz für Indonesien erkundigt und folgende Info erhalten:

Dengue-Fieber
Das Übertragungsrisiko ist in Indonesien mittel bis hoch. Gegen diese Viruserkrankung gibt es keinen Impfschutz, die Vorsorge besteht in ganztägigem Insektenschutz, die Überträger-Mosquitos stechen vor allem am Tag! Es kommt auch die gefährliche Form, das Dengue Hämmorhagische Fieber, vor! (Jan. bis Mai 1998 32.665 Fälle davon 774 Tote!!) Besonders betroffen: Ost-Java

Japanische Enzephalitis
In Indonesien tritt die durch tagaktive Moskitos übertragene Japanische Enzephalitis auf. Am Ende der Regenzeit ist das Risiko meist höher. In den Landesteilen, die von Touristen besucht werden, und vor allem in den Städten ist die Gefahr einer Infektion in der Regel geringer. Eine Impfung ist vordringlich bei Langzeitreisen und beim Besuch ländlicher Gebiete (mit Reisanbau) eine überlegenswerte Maßnahme. Der Impfstoff muß aus Japan oder USA importiert werden.

Tollwut
Das Tollwut-Risiko in Indonesien (hauptsächliche Risikogebiete: vorwiegend Sumatra. Teilweise (z. B. Bali) tollwutfrei) ist mittel. Hüten Sie sich zur Vorsorge vor jedem fremden Tier, das Ihnen zu nahe kommt, verjagen Sie es möglichst. Für Risikoreisende (Langzeit, Rucksack, häufiger Tierkontakt) ist eine prophylaktische Impfung gegen Tollwut zu erwägen.

Ernährung
Mit verunreinigter Nahrung und Trinkwasser werden in Indonesien viele Krankheiten (hier ist vor allem an Darmerkrankungen zu denken, von denen kaum ein Urlauber verschont wird!) übertragen, größte Vorsicht ist hier geboten. Die Gefahr der Erkrankung sinkt entsprechend der angewandten Hygiene (evtl. Wasser selbst abkochen/filtern und/oder Entkeimungstabletten verwenden).

Hepatitis A
In Indonesien herrscht ein erhöhtes Hepatitis A-Risiko. Auf die Hepatitis A-Vorsorge (Vorschichtsmaßnahmen siehe "Ernährung")ggf. auch Impfung, sollte keinesfalls verzichtet werden!

Typhus
Das Risiko einer Salmonellen (Typhi)-Infektion, die in Mitteleuropa dank des zivilisatorischen Fortschritts im Hygienebereich so gut wie ausgeschlossen ist, ist in Indonesien bei Kontakt mit schlechten hygienischen Verhältnissen bei der Nahrungsmittel- und Trinkwasserzubereitung sehr hoch.

Bilharziose (Schistosomiasis)
In Indonesien ist das Schisosomiasis-Risiko gering. Jeder Kontakt mit Süßwasser (trinken, waten, waschen, schwimmen), das mit Schnecken, den Zwischenwirten der Bilharziose, verseucht oder mit menschlichen Abwässern verunreinigt sein könnte, muss vermieden werden. ein begrenztes Risiko besteht auch im Meer an der Nähe von Flußmündungen. Detail zum Vorkommen: S.Japonica, endemisch in Zentral-Sulawesi am Lindoesee, nicht gesichert für Zentraljava.

Kinderlähmung
Kinderlähmung kommt in Indonesien vor, ohne eine Polioschutzimpfung sollte man nicht reisen.

Diphtherie
Diphtherie kommt vor, ohne einen Impfschutz sollte man nicht reisen.

Hepatitis B
Das Hepatitis B-Risiko in Indonesien ist gering bis mittel. Die Empfehlung zur Impfung, die manche sogar als Maßnahme, die jeder benötigt, sehen, hängt von einigen Faktoren ab: erhöhtes Risiko besteht bei intensiven sozialen Kontakten mit der Bevölkerung oder wenn die Gefahr für einen Krankenhausaufenthalt erhöht ist. Beispiele sind Langzeitaufenthalte, riskante Urlaubshobbies wie Motorradfahren etc.

AIDS
Denken Sie bitte auch in Ihrem Urlaub in Indonesien zu Ihrer Sicherheit an die mögichen Übertragunswege von AIDS. Risiken sind Sexualkontakte, Transfusionen, Anwendung nicht ausreichend gesicherter Plasmaderivate. Alle anderen "angeblichen" Übertragungswege wie Insekten usw. gibt es nicht!

Pest
In Indonesien kommt Pest noch vor (Herd auf Java), Vorsicht bei Nagetieren (auch toten)! Eine Schutzimpfung ist nicht zu empfehlen.

Gelbfieber-Impfvorschriften (nur bei Einreise aus "Gelbfieberländern")
Für die Einreise im Rahmen einer Rundreise aus den aktuellen Infektionsgebieten (das sind z. B. die Länder des zentralen Afrika und das nord-westliche Südamerika) ist eine Gelbfieberbescheinigung für ausnahmslos alle Reisenden erforderlich.

Sonstige Risiken
Einsame Spaziergänge sollten Sie in Indonesien nicht unternehmen, es gibt viele gefährliche Schlangenarten. Viele stehende Gewässer und die nähere Umgebung einer Flußmündung ins Meer können wurmverseucht sein. Sie sollten keinesfalls baden oder barfuß in unbekannten Gewässern laufen. Tragen Sie immer festes Schuhwerk, bestimmte Wurmerkrankungen werden durch Barfuß-Laufen sehr begünstigt (sie dringen durch die Fußsohle in den Körper ein). Seeschlangen kommen vor, ein Kontakt mit ihnen ist zwar selten, kann aber sehr gefährlich sein.

ACHTUNG: Dies ist der aktuelle Stand vom 22. Mai 2002. Diese Daten sind höchstens als eine kleine Vorabinformation gedacht. Jeder sollte sich jedoch vor Reiseantritt nach dem neuesten Stand erkundigen. Zum Thema Malaria habe ich nichts geschrieben, da bereits umfassende Informationen im Forum bereitstehen.

Ich hoffe ihr könnt damit etwas anfangen!!!!

Liebe Grüße
Renate

23.05.2002, 21:29 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Renate senden
Webadmin
Administrator




Dabei seit: November 2001
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Beiträge: 1874

Webadmin ist offline
  Vielen Dank!Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Hallo Renate,

vielen Dank für diese informative und aktuelle Aufstellung, die ich gerne hierher verschoben habe, da es doch für alle sehr wichtig ist, sich vor einem Urlaub nach Indonesien über dieses Thema zu informieren.

Ralf
Webadmin

23.05.2002, 21:37 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Homepage von Webadmin
Thomas F. Kamm




Dabei seit: November 2001
Herkunft:
Beiträge: 704

Thomas F. Kamm ist offline
  Medizinische Hinweise des Auswärtigen Amts vom 30. Januar 2002Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Unverändert gültig seit: 30. Januar 2002

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A , bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz gegen Tollwut, Typhus und gegen Japanenzephalitis sehr sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung sollen diese und andere Fragen entschieden werden.
Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen. Gel. wird ein negativer HIV-Antikörpernachweis bei der Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung verlangt.
Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau aufgewärmtes) und konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können die meisten zum Teil auch gefährlichen Durchfälle und viele Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählen auch das Denguefieber und die Malaria, die durch Mücken übertragen werden! Beide Erkrankungen nehmen in der Verbreitung zu. Medikamente zur Prophylaxe gegen Malaria sind sinnvoll, sie müssen im Beratungsgespräch vor der Reise mit dem Tropenarzt individuell festgelegt werden: Lariam? Resochin und Paludrine? Andere? Nur "stand by"-Einnahme als Therapie? Alle diese Medikamente sind verschreibungspflichtig und sind meistens in Indonesien nicht erhältlich! Eine größere Zahl weiterer Tropen- und Infektionserkrankungen kommen in Indonesien vor und stellen ebenfalls grundsätzlich ein Risiko für Reisende dar (Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt). Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender , dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Quelle: Auswärtiges Amt

25.05.2002, 08:20 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Thomas F. Kamm senden
kembang
Kaiser



Dabei seit: Oktober 2004
Herkunft:
Beiträge: 1065

kembang ist offline
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Zitat:
Original von Renate
Japanische Enzephalitis
In Indonesien tritt die durch tagaktive Moskitos übertragene Japanische Enzephalitis auf. Am Ende der Regenzeit ist das Risiko meist höher. In den Landesteilen, die von Touristen besucht werden, und vor allem in den Städten ist die Gefahr einer Infektion in der Regel geringer. Eine Impfung ist vordringlich bei Langzeitreisen und beim Besuch ländlicher Gebiete (mit Reisanbau) eine überlegenswerte Maßnahme. Der Impfstoff muß aus Japan oder USA importiert werden.



Hallo.

Mit der Genehmigung durch die Europäische Union wurde die offizielle Marktzulassung für den ersten Impfstoff zur Vorbeugung von Japanischer Enzephalitis in Europa im April 2009 zugelassen.

Viele Grüße,

-- Kembang --


__________________
Lächeln bringt meist mehr als 1000 Worte.

02.09.2009, 09:42 Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an kembang senden
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